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Schule_ohne_Rassismus

Jahresrückblick 2016 „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

27.11.2016 Wir bekommen oft genug gesagt, dass wir nach vorne gucken sollen. Doch heute wollen wir uns kurz erinnern, was wir letztes Jahr alles erreicht haben. Angefangen mit der Red-Hand-Aktion am 21.Juni 2016, bei der wir 116 rote Handabdrücke und 144,65 Euro gesammelt haben. Zum ersten Mal wird die SV die Aktion auch auf dem Winterfest durchführen.
Des Weiteren folgte ein Projekt einer Klasse zum Thema „eTwinning“ mit einer italienischen und griechischen Schule zum Thema „Feeling at Home“. Wann und weshalb fühlen wir uns zu Hause?  Es ging darum, wie wir anderen ein Gefühl von Heimat vermitteln können.
Am 26.11.2016 folgte dann ein Vortrag über einen englischen Kriegsgefangenen mit musikalischer Begleitung seitens unserer Schule zur Ausstellungseröffnung „Kriegsgefangenenanlager Friedrichsfelde“ zum Gedenken an den 100. Jahrestag zum Beginn des 1. Weltkrieges.
Danach folgte das eTwinning-Projekt T.I.M.E (The International Meeting Event). Schüler und Schülerinnen aus der Türkei, Bulgarien, Frankreich, der Ukraine und Deutschland tauschten Informationen und Präsentationen zu ihren Heimatländern aus. Unter Anderem schrieben sie zusammen ein eBook über die Flucht eines syrischen Mädchens, das über die Türkei, Ukraine, Bulgarien, Deutschland und Frankreich wieder zurück in ein befriedetes Syrien wiederkehren konnte.
Das Team Arkadas war letztes Jahr auch sehr aktiv und hat sich mit politischen und sozialen Themen beschäftigt, z.B. ob Lehrerinnen an der Anne-Frank-Gesamtschule ein Kopftuch tragen dürfen oder nicht. Ein weiteres Thema war die Flüchtlingskrise. Passend zu diesem Thema hatte Arkadas einen Flüchtling zu Gast, der über seine Erlebnisse erzählt hat. Noch ein anderes Thema, mit dem sie sich beschäftigt haben, war die politische Situation in der Türkei.
Arkadas unterstützt Schüler und Schülerinnen mit und ohne Migrationshintergrund in unserer Schule, indem sie den Schülern und Schülerinnen Nachhilfe anbieten und sie auch gerne beraten.
Eine 6. Klasse hat sich in ihrem GL-Unterricht außerdem dem Thema Anne Frank gewidmet, der Namensgeberin unserer Schule.
Am 15.11.2016 fand im Rahmen der Woche des Respekts eine Diskussionsrunde mit Herrn Ibrahim Yetim, unserem Schulpaten, statt, in der Mitglieder von Arkadas, der SV sowie mehrere Lehrer/innen und Schüler/innen darüber gesprochen haben, wie wir den Respekt untereinander und in der Öffentlichkeit ausleben und bewahren können. Dabei haben wir versucht, Lösungen für die Probleme in diesem Bereich zu finden.
Auch hat die Schule in diesem Schuljahr das Leitbild passend zu „Schule ohne Rassismus“ entwickelt. In dem Leitbild geht es um ein friedvolles Miteinander. Mit Toleranz, Vielfalt und Gemeinschaft zum WIR.

Lea Gohr 9d

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage - Jahresbericht

17.11.2015. Seit diesem Jahr darf sich die Anne-Frank-Gesamtschule Rheinkamp „Schule ohne Rassismus“ nennen. Durch verschiedene soziale Aktionen werden wir diesem Titel gerecht.

RED-HAND-AKTION

Am 19. Juni hat die SV zum zweiten Mal eine Red-Hand-Aktion in der Moerser Innenstadt durchgeführt. Bei derAktion, die von der Hilfsorganisation „Terre des Hommes“ stammt, sammelt man Spenden, die Kindersoldaten in verschiedenen Ländern zu Gute kommen. Rote Handabdrücke sollen verdeutlichen, dass die Menschen gegen Kindersoldaten sind. Die gesammelten Handabdrücke werden anschließend öffentlichkeitswirksam einem Politiker übergeben. So kann man sich menschlich und rechtlich mit dem Thema Kindersoldaten befassen und sich für sie einsetzen.
Wir haben eigenständig einen Stand auf dem Königlichen Hof in der Moerser Innenstadt organisiert, dort Passanten über Kindersoldaten aufgeklärt und um Spenden bzw. rote Handabdrücke gebeten. Am Ende des Tages hatten wir viele Gespräche geführt, insgesamt 240 Euro an Spenden erhalten und rund 140 rote Handabdrücke gesammelt. Wir begegneten auch rassistischen Menschen und uns wurde klar, dass wir etwas dagegen tun müssen.

PFANDAKTION

Auch dieses Jahr führten wir das Projekt „Pfandaktion 4 Kids“ von der Organisation „a new chance 4 kids“ weiter. Über 200 Euro an Spenden nahmen wir ein, mit denen wir notleidenden Kindern in Kamerun helfen. Durch dieses Geld wird zum Beispiel Nahrung und Bildung für die Kinder in Kamerun finanziert.

So läuft die Pfandaktion ab:
Anstatt unsere leeren Pfandflaschen und Durstlöscher wegzuschmeißen, werfen wir sie in bestimmte Tonnen. Die Durstlöscher tauschen wir dann in unserer Mensa um. Die Pfandflaschen tauschen wir in verschiedenen Supermärkten um. Das eingenommene Geld wird gespendet.
Durch Dr. Ing. Emile Essola Engbang bekommen wir regelmäßig Rückmeldungen, was wir mit unseren Spenden erreichen.
Dieses Projekt hilft nicht nur den Kindern aus Afrika, sondern auch uns, indem wir die Ausbildungsbedingungen und die Lebenswirklichkeit der Kinder kennen und verstehen lernen.

TEAM-ARKADAS

Das Team „Arkadas“ besteht aus Schülern mit Migrationshintergrund. Diese Schüler helfen sowohl Schülern mit Migrationshintergrund als auch deutschen Schülern, indem sie ihnen bei Problemen mit Mitschülern oder Lehrern zur Seite stehen und sie beraten. Ein wichtiges Angebot des Teams ist die Nachhilfe für Schülerinnen und Schüler.
Das Team „Arkadas“ veranstaltet regelmäßig Diskussionsveranstaltungen. Themen in diesem Jahr waren: Salafismus, Das Kopftuch im Islam, Schubladendenken – Der Islam in Deutschland.
Aktuell ist ein „Türkei-Austausch“  in Planung und das Team macht sich Gedanken darüber, wie es Flüchtlingen im Stadtteil helfen kann.

 BESCHÄFITIGUNG IM UNTERRICHT

Frau Amins Philosophie-Kurs aus dem 11. Jahrgang beschäftigte sich mit dem Thema „In welcher Gesellschaft wollen wir leben?“. Zu diesem Thema besuchten sie ein Festival der Hochschule Rhein Waal in Kamp-Lintfort und nahmen dort an einem Schülerwettbewerb teil. Unter Anwendung der sokratischen Methode haben die Schülerinnen und Schüler Ergin Unzun, Asena Tasci, Christopher Drakos und Hakan Vural einen Dialog erstellt, der den Leser zu der Erkenntnis führen soll, dass Flüchtlinge keine Bedrohung für unsere Sicherheit oder für unseren Wohlstand darstellen.  Mit diesem Beitrag belegten sie den zweiten Platz.

AKTION TAGWERK

Die „Aktion Tagwerk“ wird von unserer Schule einmal Jährlich durchgeführt. Dieses Jahr fand sie am 23. Juni 2015 statt. Wir suchen uns an diesem Tag einen Betrieb, in dem wir für ein paar Stunden mitarbeiten und dafür auch einen Lohn erhalten. Dieser Geldbetrag wir von der Schule eingesammelt und gespendet. Von den ca. 2700€, die wir erarbeitet haben, gingen 50% an Kinder aus verschiedenen Länder in Afrika und 50% an Dr. Ing. Emile Essola Engbang von der Organisaton „a chance 4 kids“. Diese Organisation unterstützt Straßenkinder in Kamerun.

WEIHNACHTEN IM SCHUHKARTON
Geschenke für Flüchtlingskinder

Wie auch letztes Jahr veranstalten wir mit unserer Schule die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Das letzte Mal gingen die Geschenke an Kinder aus einer Grundschule in unserer Nähe.
Dieses Jahr liegt uns das Thema Flüchtlinge sehr am Herzen, deshalb haben wir vor den Flüchtlingskindern eine Freude zu bereiten.
Jeder Schüler, der möchte, kann einen Schuhkarton mit kleinen Geschenken füllen und bei unserer SV abgeben. Auch ganze Klassen können sich an dem Projekt beteiligen.

Merle Lunau &Virginia Krutki (SV,10d)