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Deutsch

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Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

Augustinus Aurelius

 Deutsch ist eine Schlüsselqualifikation. Dass man lesen, schreiben und sprechen können sollte, ist selbstverständlich. Das klingt überschaubar, meint aber bei genauerem Hinsehen viel mehr.

  • Wie drücke ich Gefühle aus?
  • Wie schreibe ich für eine bestimmte Zielgruppe?
  • Wie spreche ich mit einem Personalchef?
  • Wie überzeuge ich in einem Leserbrief an die Zeitung?
  • Wie analysiere ich ein Gedicht oder eine Kurzgeschichte?
  • Wie sage und schreibe ich etwas angemessen, orthographisch und grammatikalisch korrekt?
  •   …

Die Liste der Wie-Fragen, die wir im Laufe der Schulzeit behandeln, ist sehr lang. Einen genauen Überblick können Sie sich in dem schulinternen Lehrplan verschaffen. Hier sind alle Kompetenzen aufgeführt, welche die Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Schulzeit bei uns erwerben.

Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die Schwerpunkte des Unterrichts im Fach Deutsch in der Sekundarstufe I und II.

Sekundarstufe I (Klasse 5-10)

Im Fach Deutsch stehen gemäß den Kernlehrplänen für die Sekundarstufe I die Kompetenzen

1. Sprechen und Zuhören,

2. Schreiben,

3. Lesen - sowie der Umgang mit Texten und Medien und

4. die Reflexion über Sprache

im Mittelpunkt des Unterrichts. Texte aller Art sind daher Grundlage des Unterrichtsgeschehens, bieten Rede- und Schreibanlässe, fordern zum aktiven Lesen auf und regen zur Reflexion über Sprache an.

Mindestens ein Unterrichtsvorhaben im Jahrgang bezieht sich auf eine sogenannte Ganzschrift (ein Jugendbuch, einen Roman oder ein Drama).

Die Unterrichtsthemen des schulinternen Lehrplans orientieren sich dabei an den unterschiedlichen Voraussetzungen der einzelnen Jahrgangsstufen.

Im Rahmen der Leseförderung werden des Weiteren Bibliotheksführungen (Schul- und Stadtbibliothek), Autorenlesungen, Lesenächte und Vorlesewettbewerbe (siehe Jg. 6) durchgeführt. Auch ein zweimonatiges Zeitungsprojekt (Jg. 8) ermöglicht unseren Schülerinnen und Schülern, eine Tageszeitung täglich zu lesen. In Kooperation mit der Bibliothek Moers werden auf Wunsch Bücherkisten den Klassen zu verschiedenen Unterrichtsthemen entliehen. Einige Schülerinnen und Schüler dürfen ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Moerser Stadtbibliothek jährlich als Juroren Kinder- und Jugendbücher prämieren.

Jahrgang 5/6

Schwerpunkte unserer Arbeit sind in den Jahrgangsstufen 5 und 6 die Förderung der Lese- und Rechtschreibkompetenzen.

Zu Beginn des 5. Schuljahres führen daher die jeweiligen Deutschlehrer den „Duisburger Sprachstandstest“ und bei Bedarf die „Hamburger Schreibprobe“ durch. Sie dienen zur Feststellung eines Förderbedarfs einzelner Schülerinnen und Schüler. Die Ergebnisse werden dazu verwendet, den Unterricht binnendifferenziert zu gestalten und individuelle Förderung gezielt anbieten zu können. Diese Tests werden am Ende des 5. Schuljahres wiederholt, sodass Lernfortschritte objektiv vergleichbar sind und weiterer Förderbedarf festgestellt werden kann.

Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf werden allgemein in „Deutsch“ oder auch gezielt im Bereich „Rechtschreibung“ in entsprechenden Förderkursen unterstützt. Kinder mit LRS erhalten in einer kleinen Lerngruppe (max. 6 Schülerinnen und Schüler) separate Förderung.

Im 6. Schuljahr nehmen unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Leseförderung an einem Vorlesewettbewerb teil, der alljährlich vom Börsenverein des deutschen Buchhandels bundesweit ausgetragen wird. Sieger des Jahrganges stellen sich der Konkurrenz auf dem Kreisentscheid.

Jahrgang 7/8

Im Jahrgang 7 findet der Unterricht noch klassenweise statt, während in der 8. Klasse das Fach Deutsch differenziert in Grund- und Erweiterungskursen (G-Kurse und E-Kurse) unterrichtet wird.

Im Jahrgang 8 wird jährlich in NRW eine Lernstandserhebung durchgeführt. Sie bildet einerseits eine „wichtige Grundlage für eine systematische Schul- und Unterrichtsentwicklung und bietet [andererseits] den Lehrerinnen und Lehrern Informationen, über welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten die Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe verfügen und inwieweit in den untersuchten Teilbereichen die fachlichen Anforderungen der nationalen Bildungsstandards und der Lehrpläne erfüllt wurden.“

(http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lernstand8/aktuelles/)

Jahrgang 9/10

In diesen beiden Jahrgängen bildet die Berufsorientierung auch im Fach Deutsch einen wichtigen thematischen Schwerpunkt. Im Rahmen dieser werden Textsorten, wie das Bewerbungsschreiben und der Lebenslauf, sowie die Kommunikationssituation im Bewerbungsgespräch zum Unterrichtsgegenstand.

Insbesondere in den Erweiterungskursen (E-Kursen) wird zur Vorbereitung auf die gymnasiale Oberstufe der Schwerpunkt des Unterrichts auf den Bereich „Textanalyse“ gelegt.

Abschließend rückt die intensive Vorbereitung auf die Zentrale Abschlussprüfung im Fach Deutsch am Ende der Klasse 10 in den Mittelpunkt des Unterrichts.

 

Sekundarstufe II (Jahrgang 11-13)

Die Lehrpläne für die Sekundarstufe II des Landes NRW sowie die Vorgaben für das Zentrale Abitur am Ende der gymnasialen Oberstufe bilden die Grundlage für den Unterricht.

Die Jahrgangsstufe 11 gilt als Einführungsphase, einerseits setzt sich die Arbeit der Sekundarstufe I in den verschiedenen Kompetenzbereichen fort, wissenschaftspropädeutisches Lernen und Arbeiten rücken aber nun ins Zentrum des Deutschunterrichts. Die Themen der Qualifikationsphase (Jahrgangsstufen 12 und 13) richten sich nach den zentralen curricularen Vorgaben, die alle zwei Jahre wechseln. Thematisches und beständiges „Grundgerüst“ der beiden Jahrgangsstufen bilden die Epochenumbrüche des 19. und 20. Jahrhunderts und die damit einhergehenden sprachlich-literarischen Veränderungen, die anhand ausgewählter Dramen, Epik und Lyrik analysiert werden.

Eine besondere Form wissenschaftspropädeutischen Arbeitens stellt die Facharbeit in der Jahrgangsstufe 12 dar. Ausgehend von curricularen Vorgaben suchen sich die Schülerinnen und Schüler eine Fragestellung im Fach ihrer Wahl, zum Beispiel Deutsch, der sie mithilfe wissenschaftlicher Arbeitsweisen und Methoden nachgehen. Diese Form des Leistungsnachweises ersetzt eine Klausur im jeweiligen Fach.

Methodentage in der Jahrgangsstufe 11 und 12 dienen der Übung und Vertiefung von Arbeitsweisen der gymnasialen Oberstufe.

Verschiedene Theaterprojekte, Besuche von Theatervorstellungen oder Filmvorführungen runden im Laufe der verschiedenen Jahrgänge der Sekundarstufe I und II den Deutschunterricht ab.