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Erziehungswissenschaften

Erziehungswissenschaften

Fachvorsitz

Vorsitzende

M. Bister
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Stellvertretung

A. Eichhorn
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Schulinterne Lehrpläne Sekundarstufe II (PDF)

Leistungsbewertung (PDF)

„Omnis omnia omnino“ (Jan Amos Komensky / Comenius)
(Allen Alles durch und durch)

Alles Menschliche sollte allen Menschen in seiner Gänze vermittelt werden, so dachte es sich Comenius.
Für das Fach Erziehungswissenschaften – Pädagogik gilt ähnliches, da hier der Mensch in seinen persönlichen, individuellen Möglichkeiten und seinen Beziehungen zur Umwelt im Mittelpunkt steht. Denn nur der Mensch erzieht und wird erzogen, eine originäre menschliche Eigenschaft also.

Mit diesem grundsätzlichen Thema beschäftigt sich das Fach in der 11.1. Hier geht es darum die W-Fragen zu klären: Was ist Erziehung? Wer erzieht? Wann wird erzogen? Mit welchen Absichten mit welchen Mitteln wird erzogen?
In 11.2 steht dann als zentrales Problem die Wissensaufnahme, das Lernen – allein und im Kontakt mit anderen Menschen. Verschiedene Lerntheorien werden anhand von praktischen Übungen verdeutlicht. Hier kann auch gelernt werden, wie man sich bestens auf eine Klausur vorbereitet.
Die Lehrpläne für die Sekundarstufe II des Landes NRW sowie die Vorgaben für das Zentrale Abitur am Ende der gymnasialen Oberstufe bilden die Grundlage für den Unterricht. In der Qualifikationsphase wird also ein Grobrahmen der Obligatorik zentral vorgegeben, der von Jahrgang zu Jahrgang mit bestimmten Abiturthemen fokussiert wird.

Im Mittelpunkt der 12 steht das Thema „Entwicklung – Fehlentwicklung“.
In 12.1 werden verschiedene Theorieansätze zu menschlichen Entwicklung besprochen. Hier geht es um die Zusammenhänge von Sozialisation und Personalisation, also wie entwickelt sich Individualität im sozialen Gefüge.
In 12.1 wird also eher die Erziehung und Entwicklung des Kindes bearbeitet,
während in 12.2 der Jugendliche selbst das Hauptthema ist.
Sie Schülerinnen und Schüler sollen in die Lage versetzt werden, sich selber als Punkt der Theorien und Untersuchungen zu sehen. „Wie komme ich, wie bin ich zu meiner Identität gekommen?“ lautet die Fragestellung.
Allerdings werden hier auch Fehlentwicklungen, z. B. Gewalt u. ä. thematisiert.

In der 13 geht es um Bildung und Bildungseinrichtungen, sowohl aktuell als auch historisch. Welche verschiedenen Werte und Ziele werden in Institutionen wie Schule u. ä. vermittelt, welche professionelle Rolle spielen die Vermittler.
In 13.1 geht es hauptsächlich um das Leben, das einen persönlich gerade umgibt, das Leben in der Schule. Es muss also thematisiert werden, was Schule will und wie sie es will und umsetzt. Auch hier werden historische Vergleiche wie z. B. die Schule zur NS-Zeit oder aber zur Zeit Comenius herangezogen. Auch andere aktuelle Schulformen werden gewürdigt: z. B. Walldorf- oder Montessori-Schulen.
Auch das Thema der zwischenmenschlichen Beziehungen mit anderen Kulturen und Menschen mit Migrationshintergrund wird thematisiert.
In 13.2 wird auf den Beruf des Erziehenden in verschiedenen Institutionen eingegangen, auf die Professionalität. Chancen und Grenzen von Erziehung sollten hier deutlich gemacht werden.
Am Ende der 13 sollte eine Schülerin / ein Schüler von sich sagen können, dass das menschliche Wesen in seiner Individualität im sozialen Kontext grundsätzlich in verschiedensten Nuancen begriffen worden ist.