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Kommentar von Stefan Möhlenkamp |

YOLO – eine Nachlese

von Stefan Möhlenkamp

„Leben am Limit“! Diese kurze Formel ist mir in besonderer Erinnerung als eine Ihrer Übersetzungen von YOLO – „you only live once“. In einem Vorgespräch mit einem Ihrer Mitschüler habe ich über die Formeln meiner Schulzeit gesprochen. Ich erinnere mich an das „Carpe Diem“ aus „Der Club der toten Dichter“. Mit dieser Formel konnte Robbin Williams als Lehrer seine Schüler damals noch begeistern. Beim googeln war ich erstaunt, dass der Film erst 1989 raus kam – ein Jahr nach meinem Abi. Das gleiche Jahr in dem das Internet kommerzialisiert wurde, der Beginn des „www“. Damals - wie alt das klingt! - gab es noch kein Google. Internet und Computer waren kein Thema.

Und so war mir klar, dass ich wirklich aus einer anderen Generation stamme, als ich vor unterdessen schon 2 Monaten am 27. März 2014 zu Ihnen in die Anne Frank Schule (AFS) Rheinkamp kommen durfte, um über Gesundheitsvorbeugung („Prävention“) und Herzkreislauf-Wiederbelebung („Reanimation“) mit Ihnen zu diskutieren. Denn das war die eigentliche Motivation dieser Auftakt¬veranstaltung, die hoffentlich in Moers sprichwörtlich „Schule machen wird“. Hintergrund ist, dass ich sehr viel über das Thema Früherkennung von Herzkreislauferkrankungen gearbeitet habe. Die Forscher sind sich einig: „Wenn wir die Herzinfarkt- und Schlaganfallrate weiter senken wollen, dann müssen wir mit der Aufklärung früher anfangen, dann müssen wir uns um eine Lebensstiländerung bemühen.“
Während der zweiten „Herzensangelegenheit“, die das Krankenhaus Bethanien gemeinsam mit dem Autohaus Nühlen in Kooperation mit der NRZ initiiert hatte, haben wir bewusst auch Schüler angesprochen. Denn in 2013 sind zwei Schüler in Moers am plötzlichen Herztod gestorben. Ursache war hier kein Herz¬infarkt - der tritt fast nie im Schüleralter auf - sondern eine Herzmuskelentzündung. Dennoch waren wir durch diese tragischen Schicksale motiviert, die Herzkreislauf-Wiederbelebung nicht nur mit Erwachsenen, sondern gezielt auch mit Schülern anzusprechen und darüber aufzuklären. Zwischenzeitlich haben wir ein Poster „Wiederbelebung für Laien“ entwickelt, auf dem gezeigt wird, wie einfach Herzkreislauf-wiederbelebung ist. Es wäre schön, wenn dieses Poster an sichtbarer Stelle in Ihrer Schule aufgehängt werden könnte.

„Leben am Limit“ ist kein Widerspruch zu „Carpe Diem“. Es ist doch das Privileg der jungen Generation Grenzen zu sprengen, also nicht nur am Limit zu leben, sondern Grenzen zu überschreiten, neue Wege zu gehen, zu zeigen, dass es auch anders geht. Sie können sich vermutlich eine Welt ohne Internet und Handy kaum mehr vorstellen, und haben die sog. neuen Medien in Ihren Alltag fest integriert. Sie sind dadurch auch geprägt, die Welt ist kleiner geworden, alle sind enger zusammen gerückt, ganze Regierungen konnten mit maßgeblicher Hilfe von Internet-Kommunikaton gestürzt werden, nichts scheint unmöglich. Und das kann ja nicht ohne Folgen für Ihre Lebensgestaltung, für Ihre Ziele, für Ihre Perspektive bleiben. Mein ehemaliger Lehrer und jetzige Schulleiter meines Gymnasiums Marianum im Emsland hat sich selbst in seiner Rede zur Abiturfeier 2013 als Mitglied der Generation „Watt mutt, datt mutt – kien Tiet, kien Tiet“ bezeichnet, und er schreibt, dass „wir etwas älteren Semester durchaus von Euch lernen können, denn das „Why“ der Generation Y bekommt mit Blick auf unseren eigenen Lebens- und Arbeitsstil immer mehr Berechtigung“. Dem schließe ich mich uneingeschränkt an. Und mit Spannung werde ich darauf schauen, welche neuen Wege Sie uns zeigen. Aber machen Sie nicht die gleichen Fehler, aus denen wir schon glauben klüger geworden zu sein! Wäre das nicht etwas langweilig und anspruchslos? Seinen Sie kreativ Ihre eigenen neuen Fehler zu machen, haben Sie Mut Dinge auszu¬probieren, die wir noch nicht für möglich gehalten haben! Dies ist aber auch ein Apell an die Vernunft. Kreativ und klug am Limit leben, gerne „die Alten ignorieren“, aber erst nachdem Sie aktiv zugehört haben, Fragen gestellt haben, die Erfahrung derjenigen vor Ihnen mit erwogen haben.

Als „älteres Semester“ und durch meinen Beruf glaube ich einen kleinen Vorsprung zu haben, nämlich den der zusätzlichen Lebensjahre und den damit verbundenen Einsichten. Auch Peaches Geldof hat am Limit gelebt. Sie starb Anfang April an einer Überdosis Heroin. Das kann nicht gemeint sein, wenn vom Leben am Limit ge¬sprochen wird. Und es sind nicht die „harten Drogen“, die mich motivieren mit Ihnen zu diskutieren. Vielmehr sind es die „kleinen täglichen Drogen des Alltags“, das zu lange Sitzen vor dem Computer, zunehmendes Übergewicht aufgrund von Bewegungsmangel, und ungesunde „fast-food“-Ernährung. Hier können geringe Änderungen bei vielen Betroffenen eine große Wirkung für die Gesundheit entfalten. Dieses Phänomen wird übrigens als „Paradox der Prävention“ (nach Rose) bezeichnet und ist ein Grund, warum Nichtraucherschutzgesetze zu einem so dramatischen Abfall der Herzinfarktraten führen. Dies gilt übrigens auch für Shishas.
Zur Ernährung titelte die Rheinische Post am 24. Januar 2014: „EU-Projekt: Bessere Noten durch Schulobst“ und heute, am 02. Juni 2014, wurde das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann-Stiftung bekannt: Kinder essen in Kitas zu viel Fleisch - In Kindertagesstätten wird einer Studie zufolge zu wenig Obst, Gemüse und Fisch gereicht. Eltern müssten mehr für das Essen zahlen, damit es ausgewogener wäre (http://www.zeit.de/gesellschaft/ familie/2014-06/kita-essen-studie-fleisch-bertelsmann-stiftung). Die Umsetzung dieser Maßnahmen, wie Nichtrauchen, gesunde Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität ist vergleichsweise einfach und steht einem „Leben am Limit“ nicht im Weg.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich neue Drogen, wie Ecstasy und Speed, wie Kiffen und Komasaufen. Diese sind zunehmend häufig und wir lernen gerade die Bedeutung dieser Drogen für die langfristige Gesundheit bis hin zu bleibenden Schäden nach akuter Vergiftung. Es lohnt sich, die Seite http://www.drugcom.de/ der Bundeszentrale für Aufklärung anzuschauen! Lassen Sie die Finger davon!

Diese Dinge sind wichtig, denn wir alle werden alle immer älter. Aus täglicher Anschauung in der Klinik weiß ich, wie beschwerlich das Altern in Krankheit ist, wie Patienten leiden durch chronische (oft vermeidbare) Erkrankungen. Ashley Montagu wird folgendes Zitat zugeschrieben: “The goal in life is to die young – as late as possible.” Und damit schließt sich der Kreis zur Prävention, zur Vorbeugung von häufigen Erkrankungen.

Es wäre ein Erfolg, wenn Sie die Prävention und Gesundheitsförderung auch während Ihres Aktivitätentags diskutieren würden, wenn Gesundheitsvorsorge nicht nur Titel sondern auch Thema und Programm ist, wenn Sie sich für sich selbst, für Ihre Familien und für Ihre Freunde für Ihre Gesundheit engagieren. Ziel muss es sein, durch gesundes Leben Kraft zu haben, um das Leben möglichst lange gesund selbstständig und unabhängig gestalten zu können. Und wer mag, der kann dann auch jeden Tag nutzen („Carpe Diem“) und „am Limit leben“, Grenzen überscheiten und neue Wege suchen und finden.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf Ihrem Weg!

Ihr

S. Möhlenkamp

Kontaktdaten des Autors:
Prof. Dr. med. Stefan Möhlenkamp
Chefarzt der Medizinischen Klinik II
Kardiologie, Angiologie, Internistische Intensivmedizin
Bethanien Krankenhaus Moers
Bethanienstrasse 21
47441 Moers
Tel.: +49-2841-200-2202
Fax: +49-2841-200-2550
e-mail: stefan.moehlenkamp@bethanienmoers.de

Kommentar von Melissa C |

Ich fände es toll, wenn der Vertretungsplan auch hier auf der Homepage drauf wäre.

Kommentar von Melly |

Ich fände es schön wenn ihr so eine Galerie mit Klassenfotos macht das ist dann cool dann kann man alle Klassen sehen ist bei der schule von meiner Freundin auch so ^^

Kommentar von Benjamin Marschner |

An der AFG mein Eignungspraktikum zu machen, hat mir sehr gut gefallen. Ich wurde im Team herzlich aufgenommen und durfte problemlos überall zuschauen oder auch selbst bei zahlreichen Gelegenheiten vom Helfen einzelner Schüler über das Betreuen von Kleingruppen bis hin zum Erteilen von Unterrichtsstunden aktiv werden. Als Musiker war der EMA-Bereich für mich eine spannende Besonderheit, welche über den herkömmlichen Musikunterricht an anderen Schulen hinausgeht. Die AFG besitzt darüber hinaus eine sehr heterogene Schülerschaft, was unterschiedliche Herangehensweisen von den Lehrern erfordert und deshalb ist ein Praktikum an dieser Schule eine gute Wahl.

-Benjamin Marschner

Kommentar von Christliche Kinderförderungsstiftung "A NEW CHANCE 4 KIDS" |

Liebe Schulleitung, Schüler/innen und Lehrer/innen der Anne Frank Gesamtschule-Moers,

die Anne-Frank-Gesamtschule Rheinkamp (AFG) hat sich dazu entschlossen, die Arbeit der christlichen Kinderförderungsstiftung „A NEW CHANCE 4 KIDS“ tatkräftig zu unterstützen. Die AFG bietet uns damit erstmalig in Deutschland den Raum, um ein neuartiges Sozialprojekt im schulischen Rahmen und auf der konstruktiven Basis aller projektbeteiligten Schulmitglieder (Schüler/innen, Lehrer/innen, Schulleitung) zu realisieren. Dafür möchten wir uns als Stiftung sehr herzlich bedanken.

Das Sozialprojekt „Pfand 4 Kids“, dass von unserer Stiftung ins Leben gerufen wurde, dient dem Sammeln von Spenden zum Zwecke der „Lebensunterstützung“ notleidender Kinder in Afrika. Wir bürgen für einen direkten Spendenfluss, um das Elend der Kinder und Jugendlichen in diesem Kontinent (zuerst in Kamerun) schnell und wirksam zu schmälern.

Wir sind uns darüber bewusst, dass die Durchführung von Sozialprojekten im Rahmen der Schule gekennzeichnet ist von einigen Hemmnissen, die nicht zuletzt dem knappen Zeitbudget und einem gut gefüllten Lehrplan geschuldet sind.

Aus diesem Grund sind wir über die ersten Rückmeldungen, die wir bei unserem letzten Besuch im September dieses Jahres in Rheinkamp erhielten, überaus erfreut.

Es zeigt sich, dass die Schülerinnen und Schüler mit großem Engagement und Verantwortungsbewusstsein das Sozialprojekt „Pfand 4 Kids“ umsetzen.

Mit ihrer Hilfe hauchen sie nicht bloß unserem Sozialprojekt Leben ein, sondern geben unseren Mitmenschen in Afrika eine neue Chance auf ein menschenwürdiges Leben.

Das ist mehr als wir erwarten dürfen. Und dafür danken wir an dieser Stelle allen Menschen, die dieses Projekt gestalten und damit möglich machen.

Wir freuen uns auf eine herzliche Zusammenarbeit mit der Anne-Frank-Gesamtschule und wünschen ein freudevolles und erfolgreiches Schuljahr.

Herzlichst

Dr.-Ing. Emile Essola Engbang
(Stiftungsgründer und -vorsitzender)

Dipl. Päd. Kai-Ute Freese
(Schulreferentin)

Kommentar von Hoffmann Jennifer |

Hallo liebes AFG Team
Ich bin eine ehemalige Schülerin und finde es immer wieder schön meine alte Schule und die Lehrer von damals zu besuchen... Leider sind wohl viele Lehrer nicht mehr da die ich im Unterricht hatte aber ein paar kenne ich noch :) werde am Samstag mit meiner Tochter das Fest besuchen und ihr schonmal zeigen auf welche Schule sie in knapp 5 Jahren gehen wird.
Lieben Gruß
JENNIFER HOFFMANN

Kommentar von Holger Runge |

Liebe Hannegret,

ich möchte mich bei Dir dafür bedanken, dass Du Dich am Freitag an der Lesung „Bücher aus dem Feuer“ beteiligt hast.

Ich war nicht nur erfreut darüber, dass sich so viele Menschen bereit erklärt haben, die Lesung mit zu gestalten. Mich selbst hat es sehr bewegt, dass Du und die anderen Leser/innen sich sehr unterschiedliche Texte ausgesucht haben und auch erläutert haben, warum dieser Text eine Bedeutung für Dich hat. Dadurch ist eine sehr intime, dichte Veranstaltung entstanden.

Und die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Texte machte deutlich, welche intellektuelle und literarische Vielfalt die Nazis auslöschen wollten. Die Lesung am Freitagabend hat Lust gemacht, manche Romane und Texte, Autorinnen und Autoren wiederzuentdecken (bzw. zum ersten Mal etwas von ihnen zu lesen).

Von daher war die Lesung „Bücher aus dem Feuer“ für mich alles andere als eine rituelle Gedenkveranstaltung, die man halt macht, weil sie der Jahrestag der Bücherverbrennung zum 80. Mal jährt. Vielmehr war die Lesung für mich eine sehr lebendige Erinnerungsveranstaltung, die von sehr unterschiedlichen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen getragen wurde.

Vielen Dank, dass Du am Freitag zu diesem sehr lebendigen Erinnerungsabend beigetragen hast.

Viele Grüße,
Holger

Kommentar von Sabrina |

Seitdem ich mehr im Unterricht mitarbeite, merke ich, wie meine Noten besser geworden sind und ich so außerdem viel zum Lernerfolg meiner Klasse beitragen kann. Das sollte ich allerdings nicht nur tun, wenn mich die Unterrichtsinhalte interessieren, sondern ich sollte dem Unterricht stets aufmerksam folgen und in der Erledigung meiner schriftlichen Aufgaben noch sorgfältiger werden.

Kommentar von Stefan Zielasko |

Die Nachricht über meinen ehemaligen Arbeitskollegen Jürgen Niesel hat mich sehr getroffen. Den Hinterbliebenen richte ich mein herzlichstes Beileid aus. Jürgen war ein toller Kollege und hat mich in meiner Zeit an der AFG in allen Belangen unterstützt. Danke für ALLES Jürgen!!!
Ruhe in Frieden....

Kommentar von Zousi Thaele |

Sehr geehrte Frau Gucek-Rehn,

ich möchte mich nochmal bedanken für die herzliche Aufnahme an Ihrer Schule.
Meine Hospitation habe ich als sehr interessant und anregend empfunden
und ich freue mich, jetzt ein deutlicheres Bild vom Gesamtschulbetrieb
zu haben. Sie haben übrigens ein sehr freundliches und offenes Kollegium!
Ich bedanke mich, wünsche Ihnen alles Gute und verbleibe mit
freundlichen Grüßen,

Zousi Thaele-Zourla