Am 14.04.2026 unternahmen SchülerInnen des Q1-Geschichtskurses in Begleitung von Frau Litke eine eintägige Exkursion zur Abtei Brauweiler. Gemeinsam mit SchülerInnen der Hermann-Runge-Gesamtschule, des Grafschafter Gymnasium sowie SeniorInnen wurde die Fahrt durch den Verein Erinnern für die Zukunft e. V. unter der Organisation von Stefan Otto Bach ermöglicht.
Die heutige Gedenkstätte blickt auf eine über tausendjährige, historisch vielfältige Nutzung zurück: Die Arbeitsanstalt Brauweiler bei Köln war während der NS-Zeit die größte ihrer Art im Deutschen Reich. In dieser Funktion wurde die Anlage zu einem zentralen Ort der Verfolgung. Teile des Geländes dienten als „Schutzhaftlager“ sowie als Gestapo-Gefängnis. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage zunächst als Lager für sogenannte „Displaced Persons“ genutzt und beherbergte hauptsächlich ehemalige Kriegsgefangene aus Westeuropa und Italien. Brauweiler blieb bis 1969 eine Arbeitsanstalt, bevor sich ihre Nutzung grundlegend wandelte.
Im Rahmen einer Führung und Workshops setzten sich die Schülerinnen und Schüler vertieft mit unterschiedlichen Perspektiven auseinander: Im Mittelpunkt standen dabei die Lebensbedingungen von „Zöglingen“, Insassen und Gefangenen in den Jahren 1939–1945 sowie Fragen zur medizinischen Versorgung, zu Hygiene und zur Praxis der Zwangssterilisation während der NS-Zeit. Die Exkursion bot viele neue Eindrücke, regte zum Nachdenken an und ermöglichte einen eindrucksvollen Zugang zur Geschichte vor Ort.
Ein gelungener und informativer Ausflug zu einem Ort mit tausendjähriger Geschichte – für ein wachsendes historisches Bewusstsein.



