Die Bundesjugendspiele sind eine jährlich stattfindende Sportveranstaltung an deutschen Schulen und Auslandsschulen. Sie stehen unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und sind ein fester Bestandteil des Schulsport-Curriculums. Ziel der Veranstaltung ist es, junge Menschen zu regelmäßiger sportlicher Betätigung zu motivieren und grundlegende motorische Fähigkeiten in den Bereichen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination zu fördern.
Seit dem Schuljahr 2023/2024 gibt es eine verbindliche Neuausrichtung in der Durchführung, insbesondere für die Primarstufe:
Wettbewerb (Klassen 1–4): In den Grundschulen ist das Format des „Wettbewerbs“ verpflichtend. Hierbei stehen kindgemäße Bewegungsformen und die Vielseitigkeit im Vordergrund. Anstatt exakter Zentimeter- oder Sekundenmessung werden Leistungen oft in Zonen oder Stufen erfasst, um den Leistungsdruck zu reduzieren und den Fokus auf die individuelle Entwicklung zu legen.
Wettkampf (ab Klasse 5): In der Sekundarstufe kann weiterhin das Format des „Wettkampfs“ gewählt werden. Hier erfolgt eine normierte Zeit- und Weitenmessung nach festen Regeln, die einen direkten Leistungsvergleich auf Basis von Punktetabellen ermöglicht.
Neben dem sportlichen Aspekt verfolgen die Bundesjugendspiele pädagogische Ziele wie die Förderung von Fairness, Teamgeist und dem Umgang mit Erfolg und Misserfolg. Durch die flexiblen Durchführungsformen (insbesondere im Wettbewerbsmodell) soll sichergestellt werden, dass die Freude an der Bewegung und das gemeinschaftliche Sporterlebnis für alle Schülerinnen und Schüler zugänglich bleiben.