Zwischen Dom und Demokratie

Zwischen Dom und Demokratie – Die Philosophie-Kurse der EF und Q1 bei der phil.COLOGNE 2026

Am 8. Juni unternahmen wir mit unseren Schülerinnen und Schülern der EF und Q1 einen Unterrichtsgang nach Köln. Unser erster Programmpunkt war der Besuch des Kölner Doms. Die imposante Kathedrale beeindruckte die Schülerinnen und Schüler durch ihre gewaltige Architektur, die kunstvollen Fenster und die besondere Atmosphäre.

Im Anschluss ging es zum Filmforum im Museum Ludwig, wo wir im Rahmen des Jugendprogramms „KlasseDenken“ der phil.COLOGNE die Veranstaltung „Ziviler Widerstand – Wie wir wirksam handeln können“ besuchten. Zu Gast waren die Konfliktforscherin und Podcasterin Dalilah Shemia-Goeke sowie die Aktivistin und Wissenschaftlerin Lea Bonasera. Gemeinsam diskutierten sie mit den Schülerinnen und Schülern die Frage, wie Menschen gesellschaftliche Veränderungen anstoßen können und welche Rolle ziviler Widerstand dabei spielt. Dabei wurde deutlich, dass erfolgreicher Protest häufig auf guter Organisation, öffentlicher Aufmerksamkeit und strategischer Planung beruht.

Besonders spannend war die Frage, wie ziviler Widerstand stärker in Schulen thematisiert werden kann. In der Diskussion wurde betont, dass Schülerinnen und Schüler ermutigt werden sollten, sich gesellschaftlich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Zugleich wurde deutlich, dass gesellschaftlicher Wandel nicht nur von bekannten Persönlichkeiten wie Mahatma Gandhi oder Martin Luther King Jr. ausgeht.Vielmehr können Menschen auf allen Ebenen durch ihr eigenes Engagement Veränderungen anstoßen.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Frage nach der Legitimität von Gewalt in Protestbewegungen. Die Referentinnen erläuterten verschiedene Formen des zivilen Widerstands und regten dazu an, kritisch darüber nachzudenken, welche Mittel demokratische Bewegungen einsetzen sollten. Gleichzeitig wurde auch die Problematik angesprochen, dass sich auch extremistische Gruppen auf den Begriff des „zivilen Widerstands“ berufen, obwohl ihre Ziele und Methoden den demokratischen Grundwerten widersprechen.

Die Veranstaltung bot viele Denkanstöße und zeigte, dass gesellschaftliches Engagement nicht nur Sache berühmter Persönlichkeiten ist. Die Schülerinnen und Schüler konnten erfahren, dass Demokratie vom Mitmachen lebt und dass jede und jeder Einzelne Möglichkeiten hat, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen anzustoßen.

Nastaran Amin (Fachlehrerin PP/PL)